Özlem´s Türkei Aufenthalt Oktober 2019

Tag 1. Am 18.10.2019 ging es morgens um kurz nach 4Uhr auf Richtung Flughafen Berlin Tegel.

Da ich nicht wusste ob ich mit meinem kompletten Gepäck durchkomme, entschied ich mich kurzerhand dazu erst einzuchecken und dann mein Auto auf den gemieteten Parkplatz zu verbringen.

Eingebucht waren insgesamt 70kg (40kg +30kg Animal Aid), geflogen bin ich mit weitaus mehr Gepäck. Die Transportboxen waren mit Leckerlies und Hundebetten gepolstert, sowie zusätzlich mit Polsterfolie und Stretch Folie gesichert, allein die haben ein Gewicht von 55kg gehabt. Hinzu kam eine Tasche mit 30kg Katzennassfutter, sowie 10kg mit Schleifgerät, Sanierungsmaterial, Leckerlies und knapp 4kg Bekleidung. Natürlich hatte ich noch Handgepäck, dieses war auch gefüllt mit Leckerlies usw. und brachte gute 20kg auf die Waage.

Der Check-In verlief ohne Probleme, die Dame tat mir etwas leid, da sie aufgrund von Krankheit komplett allein den Check-In für zwei verschiedene Maschinen machen musste.

Meinen Parkplatz fand ich Dank Navi auch schnell und der Mitarbeiter parkte mein Auto flink ein, da ich aufgrund der Dunkelheit nichts sehen konnte und die Gefahr einer Beule zu groß war. Genauso schnell war ich auch wieder am Flughafen zurück.

Der Sicherheitsbereich war brechend voll, als ich endlich dran war musste ich wie immer alle technischen Geräte auspacken und zum Drogen- und Sprengstoffabstrich gehen. Es ist mittlerweile für mich zur Routine geworden. Man wünschte mir noch viel Erfolg beim verstauen im Handgepäckfach im Flugzeug 😉 ja ich weiß der Koffer war schwer aber die Maße fürs Handgepäck stimmen und einen Handgepäcksticker hatte ich immerhin auch dran.

Das Boarding verlief ohne Probleme, auch das Verstauen im Handgepäckfach, hatte ich doch heute Morgen schon ganz andere Gewichte gestemmt.

Der Flug verging rasch, diesmal war mir auch nicht kalt im Flugzeug. Pünktlich um 11.00 Uhr landete ich in Izmir. Zu meinem Erstaunen kam meine 55kg Transportboxen nicht im Sperrgepäck an, sondern drehten auf dem Kofferband ihre Runden. Also war alles schnell wieder eingesammelt und weiterging es durch die letzte Kontrolle vor dem Ausgang.

Wieder hoch hieven auf das Band zum Durchleuchten, auf einmal meinte der Gute Herr ob das alles Zigaretten seien :O Wie Zigaretten, dass sind Hundeleckerlies, sein Kollege hinter mir erkannte mich und unser Vereinslogo und erklärte, dass wir Strassentiere kastrieren und das dazu benötigen 😊 Sie halfen mir die Sachen wieder auf die Wagen zu hieven und wünschten mir viel Erfolg.

So wo finde ich nun meinen Leihwagen, das erste Mal, das ich direkt über Sun Express gebucht habe, kurz an der Info gefragt und zu meinem Erstaunen wurde mir mitgeteilt, dass der Schalter sich im Inlandsflughafen befindet. Also mit meinen zwei vollgepackten Wagen einmal quer durch den Flughafen, rein in den Fahrstuhl und runter. Yeah gefunden und nochmal Yeah es konnte jemand deutsch. Der freundliche Mitarbeiter schob meine Wagen zum Auto und musste erstmal die Rückbank entfernen, ja ich brauche keine 7 Sitze, sondern Platz im Kofferraum 😊 Auto war von außen nicht so toll, dafür fuhr es gut. Hupe braucht man in der Türkei nicht zwingend, ging ja eh nicht. Egal auf ging es Richtung Özdere, schnell noch beim Bäcker gehalten und Brot für Özden mitgenommen. Ja sie isst ein besonderes Brot, welches nur ein Bäcker hat. Angekommen in Özdere ging es nicht wie ursprünglich geplant ins Tierheim Özdere, denn die Leckerlies waren ja nun zwischen den Transportboxen verstaut. Also ging ich den Hilferuf, welcher kurz vor meiner Abreise bei 1 Euro für Özdere einging nach. Am Strand vom Paloma Pasha Resort sollte ein weißer Hund liegen, der seit mehreren Tagen nicht aufsteht und auch nicht uriniert?? Aufgrund des Fotos wusste ich wie der Hund aussieht und wo es am Strand ist. Dort angekommen war weit und breit kein Tier zu sehen, also ging es weiter ins Dogan Paradise Beach, um dort die Lage zu checken und zu sehen wie viele Tiere noch kastriert werden müssen und verteilte Futter. Ich unterhielt mich mit Erol, welcher sich freute das die Tiere kastriert werden und es dann hoffentlich ruhiger wieder wird. Weiter ging es zum Dogan Spa auch da zählte ich die zu kastrierenden Tiere und verteilte Futter.

Die Atlas veterinär Klinik, liegt ja quasi um die Ecke und auch da hielt ich, um mein bestelltes Material einzuladen. Leider gab es Lieferschwierigkeiten mit den verschiedenen Kargounternehmen, so dass nicht alles bereits geliefert wurde. Aber das was da war reichte zumindest erstmal, um anzufangen.

Weiter ging es nach Payamli, ich hielt kurz bei unseren ehemaligen Payamli-Hunden und gab ihnen Leckerlies und ein wenig Streicheleinheiten, bevor ich meine Fahrt fortsetzte.

Dann endlich war ich in Payamli angekommen, ich glaube es war bereits nach 18.00 Uhr. Alle freuten sich mich zu sehen, ich begrüßte jedes Tier einzeln bevor ich platz nahm.

Es gab viel zu bereden mit Özden, was die nächsten Tage anging.

So dass an dem Tag nichts weiter mehr passierte, wie auch denn am 19.10.2019 musste ich ja um 6.00 Uhr wieder in Izmir am Flughafen sein 😊 Was ich da am Flughafen gemacht habe erfahrt ihr morgen….

Tag 2

Der zweite Tag begann für mich schon sehr früh, nämlich um 4 Uhr ging mein Wecker. Damit ich durch das Hundegebell beim Verlassen des Geländes niemanden wach mache habe ich das Auto bereits am Vorabend vor das Tor geparkt 😊
Also husch husch durchs Bad und noch nen Kaffee und dann ging es langsam Richtung Flughafen Izmir, die Strecke ist zu dieser Jahreszeit kein Zuckerschlecken, daher wollte ich frühzeitig los um nicht zu spät in Izmir anzukommen.
Wie sollte es auch anders sein, zur Dunkelheit hinzukommend war die Strecke über den Berg mit Nebelbänken und gar nichts mehr sehen übersät. Zeitweise ging nur Schrittgeschwindigkeit und Nebelscheinwerfer und hoffen das es zu keinem Crash kommt.
Pünktlich kam ich am Flughafen an und parkte das Auto und bezog wie besprochen mit Rosa Leuchtkrone und Plakat Stellung am Ausgang in der Halle um Björn in Empfang zu nehmen.
Tja wie sollte es anders sein, die Zeit verging aber kein Björn in Sicht, die Maschine verschwand von der Tafel und so allmählich machte ich mir dann doch Sorgen, also rief ich ihn an. Haha Björn stand draußen und ich drinnen, wir beide hatten scheinbar Tomaten auf den Augen 😊
Ende gut alles Gut.
Da für heute der Besuch bei unseren lieben Freunden von Bucaday anstand fuhren wir in ein kleines Café, um zu frühstücken, denn wir hatten noch gut 1,5 Stunden Zeit.

Wir tauschten uns aus, frühstückten und dann war es auch schon wieder Zeit zum Treffpunkt zu fahren.
Dort angekommen hielten wir Ausschau nach Lütfi, da mein Handy aber absolut nicht mit dem Internet kommunizieren wollte, kam die Nachricht von Lütfi natürlich nicht an.
Lütfi wollte uns mitteilen das es sich etwas verspätete, was nicht schlimm war, da bereits zwei Mitglieder auf uns warteten.
Wir wurden sehr herzlich von Selma und Besim begrüßt und kurz darauf kam auch schon Lütfi und wir fuhren zur ersten Futterstelle.
Wir haben uns mehrere Futterstellen und auch die „Küche“ wo das Futter zubereitet wird angesehen und sehr viel über das Projekt erfahren.

Ich stelle euch das Projekt separat an anderer Stelle vor 😊 An dieser Stelle sei schon mal gesagt, wir haben tolle Leute kennengelernt die uns ihr Herzensprojekt vorstellten.
Leider waren auch wir vom Thomas Cook Insolvenzfall betroffen und somit fehlten uns 150kg Futterspenden, die zum Teil an Bucaday gehen sollten.
Ich entschloss mich also kurzer Hand Geld für 12,5 Säcke Hundefutter, also 650TL (102.30€) bereitzustellen, was bei der Vielzahl an Hunden ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.
Wir aßen noch gemeinsam Mittag und auch Nuran kam hinzu und erzählte wie es für die Zukunft mit Bucaday aussehen soll.

Wir drücken ganz doll die Daumen das alles so klappt.
Zum Abschluss schauten wir noch beim Rehabilitationszentrum von Buca vorbei. Ich war sehr begeistert, denn es ist eine sehr gepflegte Anlage, mit aussemliegendem Agiliy Platz und innen separiert die Welpen Gehege, Gehege für behinderte Katzen und Zwinger für sogenannte Listenhunde.

Auf unseren Rückweg mussten wir kurz vor Gümüldür eine Vollbremsung hinlegen, wir hatten nur 50km/h drauf, wären wir schneller gewesen hätten wir die Kollision nicht mehr verhindern können. Ein Lastwagen gefühlt mit Schutt war der Meinung in unseren Sicherungsbereich auf die Straße einzubiegen, wie eine Schnecke aber dafür Tonnen schwer.
Was soll ich sagen es war unser Schicksal, denn durch dieses Bremsmanöver sahen wir im Augenwinkel etwas im Straßengraben liegen, da der Schreck uns in den Knochen saß hielten wir an der Seite an und schauten genau nach. Eigentlich wollten wir nur schauen ob dieses kleine Etwas verletzt ist und wollten Futter hinterlegen, aber es kam alles anders. Das kleine Bündel Elend war stark räudig, bis auf die Knochen abgemagert aber so liebenswert <3.
Wir überlegten nicht lange, die mitgebrachte Box wurde zusammengebaut und das kleine Ding reingepackt und Pronto zur Atlas Klinik, denn es war schon spät.

Kurz vor Schließung sprangen wir noch schnell mit unserem Findling rein, Birgül untersuchte gründlich und begann mit der Therapie, gleichzeitig betrat auch Hüseyin die Klinik und wie man als Arzt ebenso ist untersucht man halt einfach auch noch mal 😉 Die Mitarbeiterin (bitte verzeihe mir das ich deinen Namen immer vergesse, sie ist eine ganz liebe 🙂 )der Klinik säuberte den Kopfbereich unserer kleinen Hündin, die auf ca. 7-8 Monate geschätzt wird und wir besprachen was wir mit der Maus machen.
Payamli war eigentlich voll und wegen der Ansteckung muss sie in ein Einzelgehege, aber zurück auf die Straße in dem Zustand nee das können wir nicht machen.
Wir riefen Özden an, ich schilderte ihr die Situation und wir klärten noch am Telefon wie wir es am besten machen können.
Letztlich durfte unsere kleine Maus mit nach Payamli <3

Also wieder rein ins Auto und los geht´s, eigentlich wäre jetzt die Chance mal Geruchsinternet anzubieten, denn mein Auto hat gestunken, dann die Temperaturen dazu, selbst mit geöffneten Fenstern war es kaum aushaltbar.

In Payamli angekommen, mussten wir erstmal das Gehege wo die kleine Hündin reinsollte räumen, hmm, aber da war Finn drin.

Finn düste durch das große Gehege als gäbe es kein Morgen, wir entschieden ihn erstmal da zu lassen, da Orhan und Willy nachts die einzigen sind die draußen bleiben.

Ayse säuberte das Gehege füllte neues Wasser und Futter ein und rein mit unserem Räude-Mädchen. Hmm Fressen wollte sie nicht wirklich aber saufen und wie.
Das kam uns schon etwas komisch vor, sollte sie versteckt noch einen Diabetes, eine Nierenerkrankung haben oder sind es die Medikamente bzw. der wirkliche Durst?? (wer weiß wann es vor Birgül das letzte Mal etwas gab)
wir entschieden uns das in den nächsten Tagen zu beobachten. Wir machten noch einen Rundgang bei allen Tieren und ließen den Abend mit vielen Eindrücken und Gesprächen ausklingen….

Tag 3

So nun ist der Björn also da, gesundheitlich etwas angeschlagen, aber da muss er nun durch 😉

Wir starteten den Tag mit einem Frühstück und einem Rundgang über das Gelände, packten unsere kompletten Sachspenden aus, sortierten alles, bis auf eine 30kg Tasche mit Katzennassfutter, denn die bleibt bis zum Ende immer in meinem Auto. P.S. benötigen wir zum Fangen und füttern unterwegs

Kerstin hatte viel Hundenassfutter gepackt und Leckerlies, Leinen und Co.

Weiter ging es nach Özdere zu Aykut, wo seit Juli eine Spendendose für Kastrationen von uns steht. Leider mussten wir erfahren, dass sogenannte Tierschützer der Meinung waren Stimmung zu machen und um alles in der Welt unsere Spendendosen wieder dort weghaben wollte. Tja dummgelaufen, wenn die Eigentümer sich wehren 😛 Was ich diesen Personen wünsche schreib ich lieber nicht, fakt ist es passiert nicht im Interesse der Tiere!!!

Unsere Spendendosen stehen übrigens immer noch da und es werden weitere folgen.

Wir haben leider sehr sehr viel Negatives erfahren, allerdings versuchen sich mehrere Personen mit Spenden zu bereichern, ich sag nur das Karma schlägt zurück bei einem eher bei anderen später, aber es kommt zurück.

Aykut berichtete uns von mindestens 35 unkastrierten Katzen bei ihm und wir versprachen am Anfang der Woche dort zu fangen was geht.

Zwischenzeitlich war es schon wieder spät geworden und Björn war gesundheitlich sehr angeschlagen, also entschieden wir uns schnell nach Payamli zu fahren, mit einem kleinen Zwischenstopp bei der Apotheke.

Da wir aber unser Katzenhaus auch noch sanieren mussten ging es dort weiter.

Wir packten unser benötigtes Material und verkrochen uns im Katzenhaus. Ja verkrochen haben wir uns, denn die nächsten Stunden kamen wir da nicht mehr raus.

Ohne die benötigten Materialen wie Wischer und Abzieher wurde das Putzen ein endloser Kampf, wir haben sehr sehr viel gelacht und auch unendlich viel geflucht. Aber wir hatten glaube ich auch jede Menge Spaß zusammen.

Letztlich haben wir die erste Hälfte ausgeräumt und gründlich gereinigt, die drei Katzen (Rosa, Prenses und Findus) haben wir in die andere Hälfte verbannt.

Nun hatten wir den Boden sauber, aber wie machen wir das jetzt mit den Fugen richtig, tja wer nicht wagt der nicht gewinnt. Also Eimer und Metallstange, was anderes hatten wir nicht und nach Gefühl zusammengerührt.

Wir fanden die richtige Konsistenz und dann wurde es mal wieder spannend 😊 Wir hatten zwar ein Fliesenbrett aber keine Kelle um die Masse aufzutragen, tja ich bin im Osten groß geworden und arbeite im ambulanten Pflegedienst, ich bin also ein Profi im Improvisieren und so haben wir eine Katzenschaufel umfunktioniert und ich kann euch sagen, sie sollte die nächsten Tage unser wichtigstes Werkzeug werden 😉

Björn und ich haben also verfugt, verputzt und was auch immer noch alles gemacht, draußen wurde es immer dunkler gut das ich genau dafür meine Taschenlampe mitgenommen habe und so konnten wir wenigstens eine Seite fertig machen.

Nach der kräfteraubenden Arbeit hatten wir uns ein Essen bei Apo im Kumsal Restaurant verdient, also fuhren wir zu ihm, auch dort erfuhren wir vieles was uns nur noch mit dem Kopfschütteln ließ.

Ganz ehrlich jemanden mit der Jandarma zu drohen, weil er die Arbeit eines gemeinnützigen Vereines, welcher regelmäßig seine Ein- und Ausgaben belegen muss und kontrolliert wird, ist mehr als unter aller Sau. Aber scheinbar wird Neid und Missgunst über das Wohl der Tiere gestellt und man hat nun auch in Özdere mitbekommen, dass man sich an deren Leid bereichern kann. Ich schwöre Euch, wenn von alledem nur 5% stimmen, sollten diejenigen sich nicht mehr unter meine Augen trauen. Ich werde natürlich weitere Schritte eingehen, denn das was aktuell dort geschieht schadet den Tieren.

Nachhaltiger Tierschutz wird in manchen Gebieten nicht geführt, da erfreut man sich lieber des Nachwuchses, natürlich mit Babys kann man mehr Geld machen.

Ihr glaubt gar nicht wie sehr mich dieser Abend verärgert hat, zumal er nicht mir, sondern den Tieren schadet, aber das wird immer wieder vergessen.

Nichts desto trotz haben wir an diesem Abend auch sehr viel Spaß gehabt und den Abend mit Freunden genossen.

Es hört sich zwar nicht viel an, was wir an diesem Tag machten, aber es war sehr zeitintensiv und kräfteraubend.

Weit nach Mittagnacht ging es für uns drei zurück nach Payamli, der Schlachtplan für Montag stand und somit fielen wir in unsere Betten.

Tag 4

Montag, endlich die Klinik hat auf und wir können kastrieren 😊

Nach dem Frühstück und den ersten Kuscheleinheiten, ging es ins Welpen Gehege, denn heute sollten Canim, Rieke und Vivaan kastriert werden.

Ganz so einfach war das natürlich nicht, da alle zu uns wollten, hätten sie gewusst wo es hingeht wäre wahrscheinlich keiner gekommen.

Wir legten also allen eine Leine an und gingen durch drei Tore mit vereinten Kräften zum Auto, denn jeder einzelne Hund musste im Auto gesichert werden.

Björn fuhr bei Özden und den Hunden mit, ich fuhr mit meinem Auto vor in die Klinik.

In der Klinik angekommen, wartete Hüseyin bereits auf uns, da mir Vivaan´s Beinstellung nicht gefiel, bat ich ihn sich das anzusehen und ein Röntgenbild zu machen.

Leider kamen keine schönen Dinge dabei raus, Vivaan hat einen angeborenen Hüftschaden beidseits, welcher zwar operiert werden kann aber nicht zurzeit, da er noch im Wachstum ist. Bis zur Operation soll er Glucosamin bekommen, er hat zurzeit keine Schmerzen und auch keine weiteren Beschwerden. Es ist aktuell ein Schönheitsfehler, der allerdings später behandelt werden muss.

Die drei wurden in Narkose gelegt und Özden, Björn und ich machten uns auf den Weg ins „Tierheim Özdere“, ein mulmiges Gefühl begleitete zumindest mich.

Dort angekommen, sahen wir eine Hündin die ursprünglich bei Susi in ihrem alten Tierheim lebte, nun lebt sie an der Kette vor dem Tierheim, weitere Hunde von Susis Tierheim scheint es nicht mehr zu geben, naja vor drei Jahren sahen sie ja auch schon gesundheitlich sehr sehr angeschlagen aus und eigentlich wünschte ich ihnen damals schon das sie erlöst werden. Aber alle Bemühungen damals scheiterten.

Kommen wir zurück zu den Tieren im Tierheim Özdere, insgesamt waren 6 Hunde vor dem Tierheim an einer Kette, die allerdings die Mindestmaße erfüllten. Sicher nicht toll, aber wo sollten die Tiere hin, sie alle müssen behandelt werden, drinnen ist es sehr voll.

Wir betraten das Tierheim und kamen mit Yasa und Ahmet ins Gespräch, schnell fiel auf das es neben Ahmet und Yasa nun einen dritten Mitarbeiter gibt.

Das Tierheim wird nicht wie andere Quellen berichten von einem türkischen Verein betreut, denn diesen gibt es seit bereits mindestens einem Jahr nicht mehr.

Yasa erzählt mir, dass die Gemeinde wie gehabt das Futter stellt und auch die benötigten Medikamente zur Behandlung der Tiere bzw. für die durchgeführten Kastrationen.

Aktuell leben 120 Hunde in verschiedenen Bereichen dort, in den Zwingern sind Hunde, die aufgrund von Krankheiten beobachtet werden müssen.

Neu ist, dass sie nun auch Katzen dort haben, diese sind meist krank.

Yasa erzählte weiterhin, dass einmal die Woche zusätzliche Mitarbeiter der Gemeinde kommen und den Kot entfernen und auch gleich wegbringen.

Im Großen und Ganzen fiel mir auf das die Gehege recht sauber waren, wir waren an einem Montag dort, sonntags ist das Tierheim geschlossen, ich habe also schlimmeres erwartet.

Die Tiere waren alle, bis auf die deutlich kranken gut genährt und in einem gutem Pflegezustand, auf dem Gelände war kein Gestank wahrnehmbar.

Wie versprochen haben wir zwei Eimer mit gespendeten Leckerlies gefüllt, also knapp 20kg Leckerlies und die haben wir in den Gehegen verteilt, außerdem noch Streicheleinheiten.

Ich habe mich sehr gefreut, das Tierheim in einem guten Zustand zu sehen, natürlich kann man vieles verbessern, aber das ist immer so.

Wir haben sehr viel geredet und Informationen bekommen, es war ein nettes Beisammensein, da wir aber noch mehr machen wollten ging es zurück zur Atlas Klinik.

Auf dem Weg kurzen Zwischenstopp im Supermarkt, Kleinigkeiten und Getränke besorgt.

Özden brachte Hüseyin auf den aktuellen Stand und bewies Sitzfleisch, also entschieden Björn und ich die Gunst der Stunde zu nutzen und fuhren ins Dogan Paradise Beach, um die unkastrierten Katzen zu fangen 😊

Wir wurden schon sehnsüchtig erwartet von den Mitarbeitern, die Tiere durften wir mal wieder suchen, klar war auch keine Essenzeit.

Björn lernte sehr schnell, was beim Fangen von Strassentiere zu beachten ist, damit sie nicht gleich wieder das weite suchen und so hatten wir recht schnell das Auto voll und fuhren zurück zur Klinik.

Dort angekommen, luden wir alle Boxen aus und unsere Payamli Hunde wieder ins Auto und zurück ging es nach Payamli.

Alle drei waren sehr gut auf den Beinen und durften somit zu ihren Hundekumpels zurück, die Freude war riesig auf beiden Seiten.

Für Björn und mich ging es zurück ins Katzenhaus, für Özden in die Küche 😉

Und nun wurde es spannend, die Fugenmasse war durchgehärtet aber wie bekommen wir das ohne Spachtel wieder ab?? Tada, da war sie wieder unsere Katzenschaufel 😊 Ihr glaubt es vielleicht nicht, aber man braucht keinen Spachtel, wenn man eine Katzenschaufel hat. Wir hatten bereits überlegt ein Patent darauf zu beantragen. Wie immer wurde geflucht, gelacht und viel geputzt aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Dank Taschenlampe konnten wir auch etwas sehen, denn draußen war es dunkel.

Da wir nichts sehen konnten, da auch die Taschenlampe nicht mehr willig war zu arbeiten, ja sie hatte nicht mal einen Vertrag entschieden wir nur schnell noch die Schlafplätze, Katzentoiletten, Futter- und Wassernäpfe reinzustellen und die drei Insassen wieder in die neugemachte Seite zu lassen, so dass die Katzen von draußen auch wieder nachts reinkönnen.

In der Zwischenzeit waren wir beide knülle aber das Essen war fertig 😊

Abends kam Vet. Hüseyin noch zum gemeinsamen Abendessen und wir besprachen die Impf- und Entwurmungsaktion in Payamli.

Björn bekam noch eine schöne Massage von Özden mit Pferdebalsam und wir hofften das es ihm morgen wieder besser ging, denn vor Schmerzen konnte er nicht mal mehr essen ☹ Dann musste er in sein Bett, hatte er auch schon davor nicht wirklich geschlafen.

Tag 5

Der Tag startete für uns schon früh, denn für Mittag hatte sich Vet. Hüseyin in Payamli angekündigt, um alle Tiere in Payamli wie jedes Mal, wenn ich da bin gegen Herzwürmer, Tollwut zu impfen und gegen innere und äußere Parasiten zu behandeln.

Schnell noch unsere Katzenboxen ins Auto, ging es nach einem Kaffee für Björn und mich los Richtung Özdere.

Zuerst fingen wir am Dogan Spa und Beach die unkastrierten Tiere, die wir sehen konnten, auch hier war das Hotel schon mehrere Tage geschlossen und kaum noch Tiere anzutreffen. Aber 8 Stück sind es geworden.

Kurzer Zwischenstopp in der Klinik, um die Tiere abzugeben und weitergehts zu den von Aykut erwähnten Tieren.

Wir haben mehrere Tiere gesehen, die meisten waren bereits gesättigt und sehr ängstlich, weswegen wir hier nicht sehr viele Tiere fangen konnten. Aber eine Katze mit raushängendem Auge haben wir auch noch zusätzlich mitgenommen.

Da Björn sich die Futtertouren ansehen wollte, die wir bis Mitte des Jahres unterstützt hatten, es kam ja bei seinem Juli-Aufenthalt in Özdere leider nicht dazu, habe ich sie ihm gezeigt.

Uns wurde damals mitgeteilt, dass im Sommer die Futtertouren nicht mit Futter bestückt werden, da die Tiere da genügend finden würden. Genau so stellten wir es auch an allen Plätzen fest, es gab weder Wasser noch Futter. Der Wasserbehälter, der von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde, hat schon seit Wochen kein neues Wasser mehr gesehen, nein er wurde sogar zum Mülleimer umfunktioniert.

Wir verteilten reichlich Nass- und Trockenfutter und fingen mehrere Tiere zur Kastration (obwohl für den Bereich bei einem anderen Veterinär für Spenden gesammelt wird, haben wir sie zu unserem Arzt gebracht). Eine Katze war hochtragend und sehr ängstlich, sie bekam eine Extraportion Futter, leider fanden wir auch eine tote Katze dort.

Weiter ging es an einen anderen Platz in der Nähe auch dort fingen wir Katzen, die Anwohner freuten sich mich wiederzusehen, da das restliche Jahr leider nichts passierte. Sehr traurig, aber ich kann nicht häufiger kommen.

Mit unserem prall mit Katzenboxen gefülltem Auto ging es zurück zur Klinik, wir warteten bis die Kastrationen alle erledigt waren und fuhren dann gemeinsam mit Hüseyin nach Payamli.

Björn verzog sich ins Katzenhaus und machte die zweite Hälfte des Bodens allein fertig, Özden, Hüseyin und ich bereiteten währenddessen alles für die Impfungen und Entwurmungen vor.

Jaaa richtig, jede Entwurmungstablette möchte ausgeblistert werden, ich sag euch das ist Deppenarbeit, auch spot-on´s sollten im Interesse aller anders verpackt werden.

Dann bereiteten wir die Impfungen vor, das heißt Spritze und Kanüle zusammenstecken, Injektionslösung aufziehen usw.

Das ist das was am längsten jedes Mal dauert.

Ayse schrieb währenddessen alle Hunde auf und wir zogen zusammen durchs Gelände.

Nach den Hunden haben wir die Katzen, welche anwesend und greifbar waren, dran auch diese wurden geimpft und gegen innere und äußere Parasiten behandelt.

Ich habe noch Mittel gegen innere und äußere Parasiten für Nilgün und Heide zusammengepackt, die dort versorgten Tiere können wir nicht impfen, da sie nicht immer alle anwesend sind und der Tierarzt nicht mehrfach deswegen kommen kann, des Weiteren können sie nicht markiert werden, so dass eine Mehrfachimpfung nicht verhindert werden kann.

Für Björn und mich ging es zurück Atlas Klinik, um unsere Katzen von gestern wieder abzuholen und am Fangort freizulassen.

Wir entschieden, da es bereits dunkel wurde noch ein Gläschen in der Kaban Bar zu trinken und gleichzeitig unsere Kastrationsspendendose dort zu leeren. Die Besitzer sind so lieb, dass sie für unsere Arbeit sogar ihre Tipbox weggestellt haben <3

Wir machten uns auf den Rückweg nach Payamli und hielten des Hunger wegens beim Ürkmez Pide, naja kaum saßen wir kamen auch schon die Tiere.

Da wir keine Fans von füttern mit Essenresten bzw. in unmittelbarer Nähe des Lokales sind, gab ich Björn den Autoschlüssel und er fütterte die Hunde und Katzen etwas abseits mit Nassfutter.

Nun ja eine Katze war sehr anhänglich und miaute uns die Ohren voll bis wir gegangen sind, ja auch sie hatte sich den Bauch vorher mit Nassfutter vollgehauen. Aber antrainiert ist antrainiert.

Letztlich fuhren wir zu Recht fortgeschrittener Stunde zurück nach Payamli mit kurzem Zwischenstopp an einer von Nilgün betreuten Futterstelle, denn da waren Melek, Noel, Smila, Dilek, Dilara und noch ein paar anderen. Es gab Leckerlies und Streicheleinheiten für alle, dann ging es für uns wirklich weiter nach Payamli bzw. in unsere Betten

Tag 6

Heute ging es für uns wieder früh los, denn Björn fliegt heute Abend zurück und wir wollen natürlich noch einiges schaffen.

Also gabs auch heute für uns nur Kaffee und los gings zum Kedi Evi, erstaunlicherweise das erste Mal nach 4 Jahren, dass es dort frisches Wasser und Trockenfutter gibt.

Warum auch immer waren das Tor zum Haus und auch die Tür geöffnet, so dass das Kedi Evi den Katzen keinen Schutz vor Hunden bietet.

Auf den ersten Blick fällt auf, dass deutlich weniger Tiere an Augeninfektionen erkrankt sind als die Jahre davor und auch die Population weniger ist als vorher 😊

Da die Anlage mit feucht gewordenen Trockenfutter verunreinigt war, habe ich dieses weggefegt und in die dort vergessene leere Trockenfuttertüte getan und anschließend in den Müll geworfen.

Wir haben alle mit dem heißgeliebten Nassfutter gefüttert und alle unsere Boxen mit unkastrierten Tieren gefüllt. Björn entwickelt sich mit jedem neuen Fang zu einem immer besser werdenden Fänger 😊

Weiter geht´s zur Atlas Klinik unsere Katzen ausladen, kurz warten da sie noch geschlossen ist und unsere kastrierten Tiere vom Vortag wieder einladen.

Als nächstes ging es zum Dogan Spa die 8 Tiere wieder freilassen und natürlich bekommt jeder anschließend von uns noch Nassfutter. An dem Tag wurden dort alle Bäume rund um die Anlage beschnitten, so dass wir nicht nach weiteren Tieren schauen gucken konnten, bzw. diese sich versteckt hielten.

Unsere anderen gefangenen Tiere kamen selbstverständlich auch an die Orte zurück, wo sie gefangen wurden und bekamen Nassfutter.

Wir hielten kurz bei Aykut in der No:19 Art Boutique, da gibt es übrigens leckeren Lavazza Kaffee, sehr zu empfehlen. Björn musste noch kurz shoppen und ich nutzte die Gelegenheit unsere dort stehende Kastrationsspendendose zu leeren, auch hier bedanke ich mich für das Vertrauen in unsere Arbeit und die Unterstützung.

Weiter ging es Katzen fangen und wieder zur Klinik, so geht das am Tag mehrfach, wenn es verschiedene Fangstellen gibt und die Temperaturen sehr hoch sind.

Da wir den Boden des Katzenhauses noch fertig machen mussten und Björn auch packen sollte entschieden wir uns zurück nach Payamli zu fahren, haha daraus wurde dann nichts 😉

Lütfi und sein Team wollten uns unbedingt nochmal treffen bevor Björn abreist und kontaktierte uns, da wir bereits in Ürkmez waren, entschieden wir uns ein Treffen im Ürkmez Pide abzuhalten.

Lütfi, kam zusammen mit Selma, Besim und Ayfer wir aßen zusammen und tauschten uns aus. Ayfer erzählte das es einen Hilferuf hier aus der Ecke gibt, auf Nachfrage kam raus, dass es sich dabei um meine Unterkunft vom letzten Jahr handelte, dort sollten aktuell mehrere stark abgemagerte Tiere sein. Ich erklärte das ich es nicht wirklich verstehen kann, da ich letztes Jahr dort mit den Anwohnern im Kontakt war und diese dort täglich füttern und ich alle fangbaren Tiere kastrieren lassen habe. Ayfer teilte mit, dass ihr der Besitzer sagte das dort letztes Jahr eine Frau alle Tiere kastriert hat.

Großartig wenn man sich daran erinnert 😊

Ich entschied mit Björn zusammen dort vorbei zu fahren, da die anderen zurückmussten.

Dort angekommen fanden wir drei gut genährte Katzen vor und zwei kastrierte Hunde, weit und breit kein abgemagertes Tier an den Mülltonnen. Wir fütterten die Tiere dort und fuhren weiter nach Payamli.

Auf den Weg dorthin fielen uns sehr viele Katzen im Bereich von Nilgün auf und ich entschied am Folgetag dort auf Fang zu gehen.

Björn verschwand ins Katzenhaus und ich in die Gehege, bevor wir alles für Finn seine Ausreise vorbereiteten.

Die Papiere wurden alle nochmals mehrfach überprüft auf ihre Richtigkeit, die Transportbox wurde gereinigt und mit einem Badetuch ausgelegt, das passende Geschirr wurde rausgelegt.

Wir aßen ein letztes Mal zusammen Abendbrot, bevor Björn, Finn und ich mich auf den Weg zum Flughafen machten.

Die Fahrt dorthin verlief entspannt mit recht viel Verkehr, wir waren also wie geplant 2 Stunden vorher am Flughafen.

Finn war angenehm ruhig in seiner Box, am Sicherheitsbereich muss er aus der Box und so durch die Schleuse, da hat er sehr souverän gemeistert und ging ganz unkompliziert in die Box zurück.

Am Schalter lief alles recht unkompliziert, Finn war ja bereits eingebucht, da seine Abholung in den Frachtbereich noch etwas dauerte, entschieden wir uns noch einen Kaffee gemeinsam zu trinken.

P.S. das Café rechts neben den Schaltern kann ich sehr empfehlen für deutsche Verhältnisse humane Preise und den Frappé Cream Strawberry Vanilla empfehle ich gleich mit, total lecker <3 <3

So nun aber genug Werbung gemacht, Finn wurde abgeholt und ich entschied den Rückweg anzutreten, denn es war bereits nach 22.00 Uhr und jeder der die Strecke über den Berg nach Payamli kennt, weiß das er im Dunkeln und zu dieser Jahreszeit nicht gerade ungefährlich ist.

Der Rückweg verlief ohne Komplikationen, vor den Toren von Payamli war dann auch plötzlich wieder Tekir, kurz vor meiner Ankunft verschwand er und war nicht mehr gesehen ☹ Ich freute mich also umso mehr das er wieder da ist, er nutzte die Gunst der Stunde und sprang ins Auto, so dass er mit eigenem Chauffeur auf das Gelände kam. Ja er kann es halt <3 <3 der kleine Charmeur.

In Payamli selbst schliefen bereits alle, so dass ich mich in mein Zimmer zurückzog und meine Emails abarbeitete, da ich nicht schlafen kann, wenn ein Tier ausreist bis es tatsächlich gelandet ist.

Kerstin teilte mir mitten in der Nacht mit, dass alles gut gelaufen ist und Björn und Finn gelandet sind und sie nun auf dem Weg ins neue Zuhause sind.

Puuh, geschafft. Und nun husch husch ins Bett in paar Stunden muss ich wieder raus.

Vielen vielen Dank an Björn für seine tatkräftige Unterstützung vor Ort, die vielen Gespräche, das gemeinsame Fluchen und Lachen 😊

Tag 7

Da ich erst gegen 4 Uhr morgens zum schlafen kam, bin ich auch erst gegen 9.00 Uhr aufgestanden.

Nachdem Frühstück informierte Özden Nilgün, da ich heute auf ihrer Futterrunde Katzen fangen wollte. Wir fuhren mehrere verschiedene Stellen ab und fingen Katzen.

So kamen wir auch an die Stelle, wo wir bereits die letzten zwei Jahre immer wieder kastriert haben, die Katzen waren allerdings bereits satt, es war auch schon spät. Dafür kam eine Hündin zu uns, die merkte das wir Futter dabeihaben.

Ich sah das sie ein gefülltes Gesäuge hatte, also musste sie Welpen haben :O Ich ließ meinen Blick schweifen und schon sah ich sie 4 kleine Welpen, ich entschloss mich zu ihnen zu gehen.

Alle vier waren sehr gut genährt und fit, es gab dort Futter und Wasser, die Hündin hatte im Gestrüpp eine Höhle für ihre Familie gebaut, so dass es keinen Grund gab diese zu fangen. Sie bekam eine Extra-Portion Nassfutter und Streicheleinheiten von mir und wir fuhren weiter.

In der Nähe des Ürkmez Pide haben wir drei Katzen eingefangen mit Hilfe der Anwohner, leider war eine Box nicht richtig verschlossen (oder die Katze hat sie aufbekommen), sie hatte oben eine Klappe und die Katze sprang mir während der Fahrt aufs Armaturenbrett.

Tja das ist jetzt nicht das beste zum Weiterfahren, also entschieden wir rechts ranzufahren, da ich eine Decke im Auto hatte, wollte Nilgün sie so einfangen und zurück in die Box tun. Beim wollen ist es leider vorerst geblieben, denn diese Katzen schaltete ihren Fluchtmodus ein und sprang aus dem Auto, rüber über eine 4 spurige Hauptstraße, Nilgün todesmutig hinterher. Ich blieb kopfschüttelnd zurück. Nilgün kam zurück allerdings ohne Katze, damit war es für sie nicht getan, sie holte Futter und die Decke und verschwand auf einer ungesicherten Baustelle.

Ich habe gedacht, wie lange will sie das jetzt versuchen, die wird sie niemals bekommen.

Tja, falsch gedacht. In der dritten Etage, des Rohbaus (keine Außenwände) wollte die Katze gerade runterspringen, aber Nilgün konnte in Sekundenschnelle die Decke drüber schmeißen und die Katze sichern.

Nilgün kam mit der Decke, völlig erschöpft aber mit Katze zurück zum Auto, also Katze wieder rein in die Box und nun ganz schnell zur Klinik bevor sie wieder abhaut.

Wir tauschten die Boxen mit unkastrierten Tieren gegen die Boxen mit kastrierten Katzen und fuhren zum Kedi Evi, denn von dort kamen die Katzen.

Am Kedi Evi angekommen, ließen wir alle frei und während des Fütterns haben wir neue gefangen 😊

Wir brachten die 5 gefangenen Katzen auch zur Klinik und ich entschied mich Nilgün zurück nach Hause zu bringen und wieder nach Payamli zu fahren, es war bereits Abendbrotzeit.

Noch während des Abendessens gab es einen Anruf von Nilgün, das Gelände wo die Hündin mit ihren Welpen lebte wurde geräumt und der Bagger sei über einen Welpen gefahren und hätte einen weiteren verletzt, beide seien auf den Weg in die Atlas Klinik. Özden telefonierte mit der Klinik und ich überlegte was wir machen. Leider erfuhr Özden, dass der überrollte Welpe in der Klinik verstorben sei, der andere einen schweren schock hatte und vorerst nur konservativ behandelt wurde.

Ich überredete Özden dazu noch heute dorthin zu fahren, bevor die Hündin die anderen beiden Welpen wegschleppt und nicht mehr gefunden wird.

Gesagt getan, Leine rein ins Auto und Futter und los fuhren wir. Schon vom weitem sahen wir eine große Menschenmenge, die Feuerwehr, die Hundefänger und eine völlig verstörte Hündin, die hin und her lief.

Özden trat mit den Leuten in Kontakt und ich versuchte den Kontakt zur Hündin herzustellen.

Weiter abseits erkannte sie mich scheinbar und wurde ruhiger, ich gab ihr etwas zu fressen. Das Problem war, sobald sie die Leine sah nahm sie reiß aus:‘ (Immer wieder waren Menschen in unserer Nähe, welche die Hündin zur Flucht brachten, ich wurde zunehmend gereizter.

Ich brach vorerst ab, da es keinen Sinn hat, wenn so viel Unruhe ist und ging zu Özden zurück.

Sie erzählte mir das auch die anderen beiden Welpen von der Erde verschüttet waren und daher die Feuerwehr vor Ort ist, ein Welpe erstickte unter den Erdmassen, den anderen hatten die Hundefänger bereits im Auto.

Nö nö nö nicht mit uns, die Hündin haben sie nicht bekommen aber den Welpen wollen sie mitnehmen, Özden diskutierte und bekam letztlich den Welpen.

Die Feuerwehr und auch die Hundefänger fuhren wieder, da sie verstanden haben, dass wir uns nun darum kümmern. Toll wäre nun natürlich noch, wenn endlich Ruhe einkehren würde, um die Hündin zu fangen.

Die Kinder waren verständlich sehr aufgeregt und wollten alles mitbekommen, sie erzählten das die Hündin vorher einen Besitzer hatte und hochtragend dort ausgesetzt wurde. Sie sorgten alle täglich für Futter und Wasser, was ich ja am Vormittag bereits festgestellt hatte.

Wir baten die Kinder zu gehen, da es sonst keine Chance gibt die Hündin zu fangen, es wurde dunkel und die Hündin stand unter Schock, sie kam zwar immer wieder ließ sich auch streicheln aber nur so dass man sie nicht packen konnte.

Ich brachte Özden zurück nach Payamli und für erneut mit Sedapet zur Hündin, ihren Welpen hatte ich dabei. Sie Fraß das mit Sedapet vermischte Futter und wurde deutlich ruhiger, nun hieß es warten bis sie so ruhig ist das man sie packen kann.

Alles hätte gut geklappt wäre da nicht dieser typ gekommen, der schreiend und wild gestikulierend alle Katzen und die drei dazugekommenen rüden verjagte, gleichzeitig packte die Hündin ihre letzte kraft zusammen und verkroch sich in einen Abwasser Schacht. Tja das wars dann, keine Chance mehr an die Hündin ran zu kommen.

Ich fuhr mit dem Welpen zurück nach Payamli und entschied es am nächsten Morgen wieder zu versuchen.

Tag 8

Die Nacht war sehr unruhig, da ich mir Sorgen um die Hündin machte, daher ging es nach einem Kaffee samt Welpen wieder zu ihr zurück.

Dort angekommen war sie nicht zu sehen :O Ich suchte nach ihr uns rief, keine Reaktion.

Ich wurde von den Mitarbeitern einer Firma beobachtet und daraufhin gewiesen, dass sie auf dem Sofa liegt und mich beobachtet 😊 So ein Schlawiner.

Ich ging zum Sofa und streichelte sie aber auch jetzt sobald sie die leine sieht verkriecht sie sich, der Versuch sie mittels Welpen ins Auto zu locken schlug auch fehl, da sie zwar bis zum Auto geht aber mit Fluchtmodus stehen bleibt.

Ich entschied mich mit dem Zwerg erstmal in die Klinik zu fahren und nach dem anderen Welpen zu sehen. Zum glück ging es diesem gut.

Ich erklärte das ich eine zweite Person benötige, um sie ins Auto zu bekommen, denn tragen und alle Türen zu machen geht schlecht allein, Hüseyin wollte nach der Kastration mit mir zusammen auf fang gehen.

Ich musste allerdings noch schnell zum Flughafen, denn es kamen 60kg nass Futter geflogen, naja schnell ist übertrieben, man braucht knapp 50 Minuten dorthin, ich war also 2,5 Stunden weg bevor ich wieder in der Klinik war.

Nach einer schnellen Tasse Kaffee ging es mit Hüseyin im Schlepptau zurück zur Hündin, sie sah mich und kam schwanzwedelnd auf mich zu und folgte bis zum Auto, nur rein will sie nicht. Sie bekam etwas Nassfutter und Hüseyin baute etwas vertrauen zu ihr auf, denn sonst verschwand sie sofort bei allen neuen, Özden hatte am Vortag keine Chance an sie ran zu kommen.

Tja was soll ich sagen binnen 5 Minuten saß die Hündin samt Hüseyin im Kofferraum und wir fuhren zurück zur Klinik. Durchs geöffnete Fenster riefen wir Birgül und die Kollegin, die Hündin wurde noch im Auto narkotisiert und anschließend in den raum zu ihren Welpen gebracht, man sah wie sehr der stress von ihr abfiel.

Sie wurde kurz darauf kastriert und konnte die Nacht zusammen mit ihren beiden Jungs verbringen.

Da in der Klinik noch weiteres material geliefert wurde, packten Hüseyin und ich die Pakete ins Auto die hatten immerhin jeweils 25kg. Das Auto war also mal wieder voll.

Ich stellte noch die transportboxen mit den kastrierten Katzen vom Vortag ins Auto und dann war es wirklich bis unter die Decke voll.

Ich brachte alle Katzen an die Fangort zurück und fütterte sie wie immer.

Anschließend besorgte ich noch Pide und fuhr zurück nach Payamli, mittlerweile war es wieder dunkel.

Schnell noch das Auto mit Ayse zusammen ausladen, bevor sie sich einen schönen Abend macht.

Eigentlich habe ich an dem Tag nicht wirklich viel gemacht, aber er war sehr nervenraubend.

Gemeinsam mit Özden ließ ich den Abend ausklingen

Tag 9

Heute schliefen wir ein wenig länger, beim gemeinsamen Frühstück besprachen wir den weiteren Werdegang bezüglich der Hündin und ihren Welpen.

Da alle Gehege voll waren, war schnell klar, dass sie nur in das alte Welpen Gehege der glorreichen sieben können, dass bedeutet allerdings auch sie über das Gelände tragen, über den Zaun, die Treppe hoch, durch das Hühnergehege und vorbei am Katzenhaus, um endlich da anzukommen.

Das versprach also eine Menge Spaß 😊

Für heute hatten wir das Ziel Ordnung bei den Sachspenden zu schaffen, sprich Leckerlies in eine Box, Katzennassfutter, Hundenassfutter, Leberwurstpaste, Spielzeug, Geschirre, Halsbänder, Leinen, Betten usw. separieren, damit man nicht immer suchen muss und vor allem um einen Überblick zu haben, was wirklich benötigt wird.

Das nahm ein wenig Zeit in Anspruch war aber dringend nötig, Geschirre, Leinen und Co. Haben wir ins Gartenhaus gebracht, da sie nicht täglich benötigt werden. Alles was fressbar ist verbleibt im Sachspendenlager im Hausanbau.

Da es schon spät war machten wir uns schnell auf den Weg zur Atlas Klinik, denn unsere kleine Familie wollte ja in ihr neues Zuhause einziehen.

In der Klinik befanden sich noch Katzen, die aufgrund ihrer Krankheit nicht kastriert werden konnten, da sie nun gesund waren wurden sie kastriert und konnten heute noch an ihren Fangort zurück.

Ich ließ Özden in der Klinik zurück und brachte schnell die Katzen wieder zurück nach Özdere.

Ich fuhr zurück zur Klinik, um Özden und die Hunde abzuholen.

Wir entschieden der Hündin sicherheitshalber einen Maulkorb anzulegen, sie ist zwar freundlich und lässt sich streicheln, allerdings mag sie hochheben nicht so wirklich.

Also legten wir den Maulkorb an und ich brachte die Hündin ins Auto, gefolgt von ihren beiden Welpen. Zwei Katzen nahmen wir auch zurück zu Nilgün mit, da sie auch wieder zurückkonnten.

Wir fuhren los, die Hündin machte mehrfach den Maulkorb ab 😊 und ihr Sohn Güclü gab ein kostenloses Konzert.

Kurz noch bei Nilgün gehalten und die beiden Katzen abgegeben und weiter ging es.

Ayse hatte in unserer Abwesenheit, das Gehege vorbereitet mit Hütten, Decken und Näpfen, so dass sie einziehen konnten.

Ich bog in die Zufahrt nach Payamli und kam nicht weiter, da dort ein Auto den Weg versperrte, Özden stieg aus, um nach dem Fahrer zu suchen, leider sah sie niemanden und hörte nur in der Ferne Ayse und zwei Männer.

Ich entschied mich einfach mal zu hupen, den Özdens Auto hatte eine funktionierende Hupe, nicht so wie mein Leihwagen 😊

Letztlich kamen die Herrschaften und ich durfte im Rückwärtsgang den Weg zurück, auch das ist sehr amüsant, wenn man die Gegebenheiten vor Ort kennt. Naja, es stellte sich raus das die Herrschaften aus Izmir kamen und wegen des Flusses da waren. Özden wollte mit ihnen reden, also ließ ich sie raus und fuhr allein aufs Gelände

Dort angekommen versuchte ich die Hündin, welche von ihrer Namenspatin den Namen Kizim bekam, ohne Maulkorb und tragen nachhinten zu bekommen. Es klappte erstaunlich gut, ich musste nur alle anderen Hunde fernhalten, sie lief ruhig mit. Über den Zaun, durch das Hühnergehege, all das war kein Problem für sie und dann standen wir vor dem Katzenhaus, dort ist es aufgrund eines Baumes etwas dunkler, der Weg recht schmal und die Katzen Mogli, Luna, Motte, Sarman standen im Weg. Man merkte ihre Unsicherheit sehr deutlich, aber nun gab es kein Zurück mehr, wir mussten da irgendwie vorbei, nach einem kurzen Ruck hat sie sich überwunden und wich mir nicht von der Seite.

Alle drei bezogen ihr Gehege, bekamen frisches Wasser und Nassfutter und sollten erstmal zur Ruhe kommen.

Ich war k.o. und erleichtert zugleich, denn es fiel eine wahnsinnige Anspannung von mir.

Wir tranken Kaffee und besprachen was die Leute aus Izmir wollten.

Ich ging vor Einbruch der Dunkelheit nochmal schnell auf die Anlage, um mehrere Videos zu machen, bevor wir den Tag ausklingen ließen.

Tag 10

Heute ist Sonntag, also nichts mit Fangen, na was mache ich denn dann Schönes??

Nur Hunde und Katzen Bespassen ist ja nichts für mich, rum sitzen erst recht nicht 😊

Also Arbeitsklamotten raus, Kabeltrommel, Schleifmaschine, Farbe, Pinsel und Co und los geht’s im Katzenhaus.

Die Metallstreben sind sehr in Mitleidenschaft gezogen worden in den letzten Jahren, nicht nur durch die Überschwemmung Ende Januar. Ich glaube 2013 oder 2014 hat Ulrike das Katzenhaus damals bauen lassen, also ist es Zeit das Ganze zu sanieren.

Ich habe also die Metallteile von Rost befreit mittels abschleifen und habe das ganze neu gestrichen und ja ich habe geflucht, denn das gehört dazu 😉

Die ganze Zeit lag Mutlu bei mir und hat das ganze überwacht, war auch nicht verkehrt so konnten wenigstens die Katzen in Ruhe in der Sonne liegen, denn Mutlu mag nicht alle Katzen.

Mehrere Katzen hat er erfolgreich verjagt, manche kamen nach einigen Tagen wieder, andere wehrten sich wie der gute Sarman oder Findus, die ihm gehörig eine runterhauten. Ja wer nicht hören will muss fühlen und am Katzenhaus haben nun mal die Katzen das sagen und nicht Mutlu, der sich über jedes Hindernis hinwegsetzt.

Ich habe erst eine Seite fertig gemacht, damit die Katzen nicht die ganze Zeit dem Farbgeruch ausgesetzt sind. Findus, Rosa und Prenses haben sich über meine Anwesenheit gefreut, denn so wurden sie mehrere Stunden am Stück unterhalten 😊 Ab und An sorgten auch Mogli und Luna für Unterbrechungen, denn die beiden meinten immer dazwischen zu krabbeln und um Aufmerksamkeit zu betteln. Sie sind wie mein Schatten, da wo ich laufe sind auch die beiden nicht weit.

Selbst bei Kizim und ihren Welpen sind sie mitgekommen. Kizim hat mit Luna, die recht aufdringlich ist und unter ihrem bauch und zwischen den Pfoten umherstreift kein Problem, lediglich die ständige Nähe zu ihren Welpen scheint sie zu stören, da die beiden ständig saugen wollen und sie das nicht mehr so zulassen will.

Insgesamt muss ich sagen mir fällt heute richtig die Ruhe auf dem Gelände auf, auf den Nachbar Feldern sind keine Arbeiter und dementsprechend ruhig ist es hier. Man hört die Vögel zwitschern, die Kröten im Flussbett. Die Hunde und Katzen sind entspannt, niemand pöbelte einen anderen an, es ist einfach nur schön.

Dementsprechend haben wir die Gunst der Stunde genutzt und Videos vom Freigang der einzelnen Gehege gemacht.

Der Tag war alles in allem mit viel Streicheln, Zuneigung und ein wenig Arbeit verbunden und einfach nur schön 😊

Özden hatte lecker für uns alle gekocht und wir genossen die Ruhe.

Tag 11

Heute ist hier Feiertag, da morgen der Nationalfeiertag ist.

Özden und Ayse wollten heute zum Stadtrat, da die Arbeiten am Fluss endlich beginnen sollen und sie unbedingt heute dorthin sollen, am Mittwoch wollen Mitarbeiter aus Izmir und der Stadtrat nochmals nach Payamli kommen.

Ayse rief also dort an, man meinte es dauerte eine Weile da wegen des morgigen Feiertages noch vieles bearbeitet werden müsse und man würde sich melden. (Naja gemeldet hat sich niemand ☹)

Wir blieben also alle auf Payamli, Ayse kümmerte sich um die Gehegereinigung und Fütterung, Özden kämpfte mit ihrem Garten und ich verkrümelte mich wieder ins Katzenhaus, um mit der Leiter die oberen Balken und auch die zweite Hälfte fertig zu machen.

Gesagt getan, die Bauaufsicht in Form von Mutlu, Luna und Mogli hat auch bereits Platz genommen und beobachtet alles ganz genau.

Mit Hilfe von Luna, die immer wieder vor dem Pinsel umher scharwenzelt, habe ich alles geschafft. Fakt ist über Kopf arbeiten, ohne sich irgendwo wirklich festhalten zu können ist nicht so meins, ich stand mit der Leiter auf ein bzw. zwei Paletten und ja ich habe es auch ohne runterfallen geschafft, glaubt aber ja nicht das Findus auch nur einen Millimeter zur Seite gegangen ist, also musste ich die Füße der Leiter zwischen seinen Pfoten platzieren. Ja improvisieren kann ich 😊

Da ich gerade so im Streichmodus war, habe ich bei Kizim und den Welpen weitergemacht und dort alles gestrichen wo ich rankam.

Dazu habe ich mich ganz bewusst entschieden, da sie lernen sollte zu entspannen, wenn um sie herum gearbeitet wird bzw. jemand über längere Zeit in ihrer Nähe ist, ohne sie anfassen zu wollen.

Was soll ich sagen sie hat es total super gemeistert, nachdem ihre beiden Jungs sehr neugierig zwischen meinen Beinen umher tollten musste auch sie schauen was ich da denn eigentlich mache. Bisher war das betreten des Geheges ja immer mit Futter, Säuberung oder Streicheln verbunden, diesmal entschied sie was sie machen möchte.

Ich strich mich also von Balken zu Balken, sie suchte immer wieder den Kontakt, stupste mich an und wartete darauf das ich sie wahrnehme. Auch wenn sie auf den Bildern immer sehr unglücklich aussieht, sie hat sich entspannt, und zwar sehr, sie lag in ihrer Hütte und ich war weniger Zentimeter mit dem Pinsel entfernt. Ich glaube wir beide haben es sehr genossen 😊

Nachdem ich auch in dem Gehege fertig war, hatte ich absolut keine Lust mehr auf Farbe. Ich räumte also alles weg und entschied mich noch ein wenig mit den Hunden in den Gehegen zu verbringen.

Für abends hatten wir verabredet zu Apo zu fahren und dort zu essen, ich war zwar Özdens Gast aber bei allerliebe möchte ich nicht das sie jeden Tag in der Küche steht und kocht, auch wenn sie das wirklich sehr gerne macht. Wir alle haben körperlich schwer gearbeitet, da haben wir uns das verdient.

Da ich für Heide noch Medikamente gegen innere und äußere Parasiten für ihre Strassentiere, sowie Leckerlies und Leinen hatte schrieb ich ihr das wir uns auf den Weg dorthin machen.

Unterwegs kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten und machten einige Schnäppchen (mein Kofferraum war zumindest gut gefüllt mit wichtigen Papieren 😉) und dann saßen wir auch schon bei Apo im Restaurant.

Das Essen war wie immer lecker und Heide kam auch kurz vorbei, bevor sie müde wieder nach Hause in ihr Bett ging 😊

Wie immer hatten wir sehr viel Spaß bei Apo und der Abend wandelte sich in die Nachtzeit um kurz nach 23.00 Uhr fuhren wir dann endlich wieder zurück, da es schon sehr frisch wurde, es waren zwar noch 17 Grad aber trotz Jacke haben wir gefroren.

Es war ein sehr schöner und wir konnten einmal alle Sorgen vergessen.

Auch heute passierte leider nicht wirklich viel.

Tag 12

Der heutige Morgen beginnt mit der Tatsache, dass unsere Kizim aus dem Gehege ausgebrochen ist. Kizim ist die Hündin mit den zwei Welpen, die wir vor 4 Tage vorher gefangen und kastriert haben und die dann vor 3 Tagen mit ihren Welpen nach Payamli kam.

Wie konnte sie aus dem Gehege kommen, tja die Frage habe ich mir auch gestellt, allerdings ist die kleine Familie im ehemaligen Hühnergehege untergebracht, d.h. der Maschendraht ist sehr leicht zu biegen und ist auch nur mit Drahtverbindungen an den Stangen befestigt. Für einen Hund ist es also absolut kein Problem da raus zu kommen.

Naja sie sucht den Kontakt zum Menschen, kommt man zu ihr wird man schwanzwedelnd und springend begrüßt, sie geniesst ihre Streicheleinheiten und den Kontakt. Sie geht wie selbstverständlich zurück in das Gehege, allerdings kommt sie auch mehrfach raus.

Wir haben beschlossen sie morgens und abends zu ihren Welpen zurück ins Gehege zu bringen und ansonsten draussen zu lassen, da sie immer wieder rausgehen wird. Natürlich ihre Welpen sind in einem Alter, in dem sie selbstständig fressen können, sie hat eine frische Kastrationsnarbe und das säugen macht es nicht gerade angenehmer.

Die zweite Möglichkeit wäre, dass sie zwar vom Gehege in den Vorraum kommt und man dort die Tür auflässt, damit sie selbstständig rein und raus kann, ihre Welpen aber drin bleiben. Allerdings haben wir dann das Problem, dass Mutlu da rein geht und da ist nicht klar wie das ausgeht, da die Hündin selbstverständlich ihre Welpen verteidigen wird.

Die Hündin riecht aufgrund der bei der Kastration festgestellten vielen großen Zysten nach Läufigkeit, das war bereits vor ihrer Kastration noch auf der Strasse zu beobachten, denn die unkastrierten Rüden sind ihr immer hinterher. In Payamli angekommen hat auch Mutlu der alte Macho den Duft wahrgenommen, er versucht also von draussen ins Gehege zu kommen.

Das und die Tatsache, dass in Payamli noch 3 unkastrierte Hündinnen sind, welche aufgrund des Alters oder von Krankheit noch nicht kastriert werden können, ließ mich die Entscheidung treffen Mutlu genau jetzt mit zur Klinik zu nehmen und kastrieren zu lassen auch in der Hoffnung das er dann die Rüden nicht zu bedrängt wie er es vorallem mit Willi getan hat.

Ich starte also mit Mutlu im Schlepptau zur Klinik und gab ihn als erstes dort ab, bevor ich mich zum Dogan Paradise auf den Weg machte um dort die noch unkastrierte Hündin zu holen, denn auch sie wollte ich unbedingt noch kastrieren.

Nachdem auch sie in der Klinik war, setzte ich meine Katzenfangaktion fort, ein paar unkastrierte konnte ich fangen und brachte auch sie in die Klinik.

Da sich mein Aufenthalt langsam dem Ende zu neigte, entschied ich noch schnell für meine Kinder Kleidung zu shoppen, bevor ich zurück nach Payamli fuhr.

Dort hatten Ayse und Özden bereits begonnen ein paar Transportboxen zu säubern.

Ich machte noch ein paar Fotos in Payamli und ließ den Abend ausklingen.

Tag 13

Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es für mich in die Klinik, denn Nila die ja auf ihre Ausreise nach Deutschland wartet sollte auf Wunsch ihrer Adoptantin geröntgt werden, um wirklich sicher zu gehen das es keine bleibenden Schäden an der Foto gibt.

Nun ja hört sich sehr einfach an, ist es allerdings nicht. Nila ist in einem Seperationsgehege, natürlich wird sie jeden Tag rausgelassen aber diesmal hieß es an der Leine an den anderen vorbei, durch die beiden Toren an den hinteren Gehege, vorbei an den Hunden die am haus leben, nochmal durch ein weiteres Tor und an den großen Hunden vorbei und rein ins Auto.

Nila ist kein Hund der stress sucht, sie ist eher unterwürfig und unsicher und geht stress lieber aus dem weg. Nun waren es sehr viele neue Eindrücke auf einmal, aber es nutzte nichts sie musste ins Auto. Im Auto selbst war soweit alles in Ordnung, in der Klinik angekommen, hat man ihr sichtlich diese hin- und her Gerissenheit angesehen. Sie war völlig überfordert und zitterte am ganzen Körper, sehr stressig für sie. Insgesamt hat sie es aber sehr gut gemeistert, sie hat sich an mir orientiert und das schien ihr etwas Sicherheit zu geben.

Da ich allerdings in der Klinik noch die Hündin hatte, die nach der Kastration zurück zum Hotel musste, kam Nila erstmal in der Klinik ins Gehege, da das Hotel in der anderen Richtung lag.

Ich brachte also die Hündin zurück zum Hotel, wo sie sofort von Hasan in Empfang genommen wurde und Futter bekam.

Für mich ging es zurück zur Klinik, denn die Tiere sollten nicht zu lange dem Stress ausgesetzt sein.

Und schon stand ich vor dem nächsten Problem, 2 Hunde, die zurück nach Payamli wollen und drei Katzen, die in die gleiche Richtung müssen. Wir wollten ursprünglich beide Hunde hinten festmachen aber Mutlu akzeptierte Nila nicht neben sich, er mag nicht jedes Tier. Also machte ich Nila hinten fest, Mutlu auf der Rückbank und meine Katzen kamen auf den Beifahrersitz und dann hoffte ich, dass es keinen Zwischenfall gibt.

Die Katzen wurden zurück in den Garten gebracht, aus dem sie gefangen wurden und wir fuhren schnell weiter zur Apotheke, denn leider waren heute Vormittag 9 Hunde erkrankt und ich musste noch die rezeptierten Medikamente abholen. Die Menge auf dem Rezept weckte das Interesse des Apothekers, also erklärte ich ihm schnell noch welche Anzahl dort lebt und machte mich mit den Medikamenten zurück nach Payamli.

Als erstes brachte ich Nila zurück ins Gehege, man merkte ihr die Erleichterung an als sie endlich in ihrem Gehege war 😊

Mutlu kam ins Haus, damit er sich seine frische Kastrationsnaht nicht durch sein Zaun gekletter wieder aufreißt.

Auch das nahm alles wieder mehrere Stunden in Anspruch, so dass ich nur noch die restlichen Kastrationsboxen reinigte, da morgen mein letzter Tag ist und ich kein Tier mehr zur Kastration bringen werde. Sie müssen einen Tag später wieder zurückgebracht werden und wer sollte dies tun?

Also endete der Tag entspannt bei leckerem Essen, So der Plan. Allerdings ging bei Facebook über die 1 Euro für Özdere Seite ein Hilfegesuch ein, es gäbe am Paloma Pasha einen vor Schmerzen schreienden Hund, hmm da gab es doch bereits schon zwei Hilfegesuche aber jedes Mal war kein Hund auffindbar. Ich antwortete also schnell, dass ich mich auf den Weg mache und in ca. 20 Minuten da sein würde.

Nun wird es spannend, denn normalerweise mag das Paloma Pasha keine Tierschützer bzw. Vereine auf ihrem Gelände, das Glück war auf meiner Seite und die Schranke war nicht besetzt und öffnete.

Ich fuhr also auf das Gelände runter bis zum Strand, denn dort sollte der Hund sein.

Mit Leine und Maulkorb bewaffnet liefen die Urlauberin und ich den Strand entlang, sie erzählte mir das sie erst heute angekommen sind und sie ihrer Mutter sagte auf den Hund aufzupassen bis wir da sind.

Schon während des Laufens sahen wir die Mutter auf uns zukommen, sie erzählte uns, dass der Hund kurz vorher aufgestanden sei und in einem Tor verschwunden. Wir liefen also dorthin, um uns zu vergewissern.

Es war der bereits seit Jahren bekannte Hund, welcher schon lange an Arthrose leidet, er wird dort von einer Frau versorgt und lebt dort im Garten. Am Tage geht er an den Strand und liegt dort in der Sonne und pünktlich 18.30 Uhr geht er nach Hause.

Die Urlauberin erzählte mir das im Hotel Flyer liegen, welche die Urlauber dazu auffordern die dort lebenden Katzen nicht zu füttern, da sie vom Hotel Trockenfutter bekommen und auch geimpft werden.

Toll dachte ich das muss ich mir ansehen. Das Katzenhaus entpuppte sich um ein ca. 1,5m im Durchmesser großes Holzhaus mit 4 Schlafplätzen, 2 Futternäpfen und einem Wassernapf.

Dafür das die dort lebenden Katzen geimpft sein sollten waren sie sehr scheu und auch nicht kastriert, es gab also mehrere Jungtiere.

Wie erwartet hat es sich rumgesprochen, das ich auf dem Gelände war und darum gebeten das Gelände zu verlassen.

Die Urlauberin gab mir noch eine Spende in Höhe von 50€ für Kastrationen und ich machte mich schnell auf den Rückweg nach Payamli.

Nun hieß es aber wirklich den Abend ausklingen lassen.

Tag 14

Da ist er also mein letzter Tag in Özdere, einerseits freue ich mich wahnsinnig wieder nach Hause zu meiner Familie zu kommen, anderseits werden mir viele fehlen.

Na gut, nützt ja alles nichts 😊

Wir frühstückten ein letztes Mal gemeinsam und Özden und ich gingen anschließend Oliven enten. Ja jetzt denkt ihr alles kein Problem die paar Dinger da abzupfen das ist schnell erledigt.

Ja denkste, denn Özdens Olivenbäume sind nicht alle auf einer gerade Fläche, nö dazu musst du erstmal hochkraxeln und dann ziemlich blöd stehen und hoffen nicht nach unten zu fallen.

Egal wir haben einen Korb und zwei Tüten voll geerntet, natürlich war Mutlu die kleine Nervensäge auch dabei und hat alle Katzen von dort vertrieben ☹ So lieb ich diesen kleinen Scheißer habe, das nervt mich wirklich gewaltig, denn das ist das Revier der Katzen.

Nachdem wir mit der Ernte fertig waren, krauchten wir einen deutlich einfacheren Weg wieder nach unten, warum wir den nicht auch zum Hochgehen genommen haben bleibt mir ein Rätsel 😉

Wir tranken noch einen Kaffee und dann machte ich mich auf den Weg nach Özdere, denn ich musste ja noch meine Rechnungen in der Klinik bezahlen.

So nun wird es ernst :/

Unsere Ausgaben:

1170€ für Kastrationen im Monat Oktober (18.10-31.10.19)

2200€ Impfungen, Herzwurmprophylaxe Payamli, sowie innere und äußere Parasitenbehandlung Payamli und Futterstellen (Heide, Nilgün) und Reserve

518€ für die Behandlungen der im Rahmen der Kastrationen gebrachten Tiere (Entfernung Auge, Zahnreinigung, Räude Behandlung Lissy, Röntgen Nila, Impfungen der Tiere die in Payamli aufgenommen wurden (Canim, Rieke, Martin, Felix, Jale, Ravi, Rani, Ella, Samy, Vivaan, Marie, Finn, Toni, Kizim, Güclü, Pasam, Mogli, Findus, Karlo, Luna, Luna2, Idefix, Motte, Prenses, Kara, Sarman, Nila, Lissy)

100,59€ Futterspende an Buca

40€ für Medikamente Payamli

1300€ Futtergeld für Payamli

81,00€ Katzentransportboxen für Kastrationszwecke

367,14€ Materialkosten

P.S. alle Ausgaben wie Flugtickets, Leihwagen, Benzin, Parkgebühren, Einbuchungskosten usw. wurden von uns komplett privat gezahlt!!

Mit leeren Geldbeutel ging es zurück nach Payamli, denn es war bereits dunkel geworden und ich hatte noch nicht gepackt.

Also schnell noch Taschen packen, Auto aussaugen, Koffer rein und dann nur noch abschalten

Die Abreise 😊

Nach einer unruhigen Nacht endete meine Nachtruhe bereits um 5.00 Uhr, ich machte mich fertig und währenddessen stand Özden auch auf, sie ist irgendwie mitten in der Nacht von ihrem Bett oben auf die Couch nach unten gezogen.

Wir tranken noch gemütlich Kaffee zusammen, bevor ich meinen restlichen Kram ins Auto packte.

Luna bekam ihr Geschirr umgelegt, denn sie trat ihre Reise gemeinsam mit mir an. Da die kleine Dame nicht immer nett ist bekam sie bereits jetzt Sedapet, um alles entspannter und im Schlafmodus zu erleben.

Wie immer auf meiner Rückreise hielt ich bei zwei Bäckereien, bei der einen wegen Keksen, Simit und Acma und bei der anderen wegen Brot. Da ich auch auf meinem Rückflug Animal Aid eingebucht habe, konnte ich viele leere Taschen wieder mitbringen und mein Brot verschwand in meinem Gepäck. Sonst denken sie wieder in Deutschland gibt’s kein Brot 😉

Da ich allein mit 70kg Gepäck, der Transportbox inklusive Luna und meinem Leihwagen zum Flughafen fuhr, entschied ich mich zuerst alles einzuchecken und dann das Auto wegzubringen.

Pünktlich um 8:50 Uhr war ich am Flughafen, denn laut meinem Ticket sollte der Flug um 11.15 Uhr starten. Tja scheinbar gab es eine Planänderung, denn der Flug ging erst um 12.40 Uhr, selbst an der Anzeigetafel stand die neue Uhrzeit. Ich zweifelte bereits an mir selber bis eine weitere Familie kam und die gleiche Abflugzeit kannte wie ich, wir waren aber die einzigen, denn alle anderen gingen von 12.40 Uhr aus.

Egal der Schalter öffnete bereits um 9.20 Uhr, Animal Aid war eingebucht, der Hund auch, zumindest hatte ich das schriftlich. Die Dame am Schalter war mehr als überfordert, es wurde diskutiert auf Deutsch, Englisch und Türkisch. Erst wäre der Hund nicht gebucht, dann hat sie den gefunden, dann wäre das Animal Aid nicht gebucht. Fluggäste hinter mir waren schon so weit mein Gepäck auf ihren Namen zu melden, bis ich ihnen sagte das sie in einer anderen Stadt ankommen und mir das nichts bringt.

Naja, die Gute sichtlich genervte und überforderte Schalterdame checkte mich ein und ließ mich mit 30kg zurück?? Ich erklärte ihr zum wiederholten Male, das es so nicht funktioniert und das gesamte Gepäck gebucht wäre, sie diskutierte zurück entweder der Hund oder das Gepäck. Na, das war dann mein Startschuss in eine Megadiskussion, letztlich landete ich bei Sun Express am Schalter.

Dort wiederum verstand man das ganze Problem nicht, eben weil alles im System war. Ich bezahlte meine 15€ und ging mit der Quittung wieder zu meiner nun schon sehr liebgewonnenen Schalterdame :/ Ihr Blick als sie mich sah sprach Bände, ich hielt ihr die Quittung unter die Nase, sie wollte es dennoch nicht glauben und rief beim Sun Express-Schalter an, dort bestätigte man ihr das ich Animal Aid mitnehmen kann.

Also Gepäckstück 1 aufs Gepäckband, sie klebte den Sticker drauf und wollte mir mein Ticket bereits aushändigen. Aber nein meine liebe ich habe doch noch einen zweiten Koffer. Ich glaube sie hatte Messer in den Augen 😊 Es folgte ein erneuter Anruf am Sun Express Schalter und wieder erklärte man ihr ja alles bis 30kg ist bezahlt. Sehr widerwillig nahm sie auch diesen Koffer entgegen und wollte mich eigentlich loswerden. Aber halt wann wird denn der Hund abgeholt, ihre Antwort kam recht zögerlich aber immerhin sie kam ca. 11.20 Uhr.

Okay dann haben wir nun das nächste Problem, der Wagen muss zurück. Mit Wagen und darauf befindlicher Transportbox samt Hund bin ich einmal quer durch den Flughafen gerannt, 2 Minuten vor Abgabetermin war ich am Mietwagenschalter. Ich erklärte mein Problem, dass das Auto im falschen Parkhaus steht, ich dieses abhole aber ich mit dem Hund nicht nochmal durch den Sicherheitsbereich gehen kann/will. Ausnahmsweise konnte ich die Transportbox dort stehen lassen und sie haben sie bewacht, ich gab noch den Hinweis bitte nicht durch die Stäbe zu fassen, da es sonst zu unschönen Verletzungen kommen könnte 😊

Ich rannte also wieder quer durch den Flughafen zu meinem Auto, raus aus dem Parkhaus wurde ich von den zwei Hunden dort bellend verfolgt. Naja, das Auto hatte diverse fremde Hundegerüche an sich, ein Securitymitarbeiter fuhr mit seinem Roller hinter mir her und verjagte den Hund, fühlte mich nicht gestört aber gut.

Weiter ging es zum Leihwagen Parkhaus, die blöde Chipkarte ging Nicht, netterweise ließ mich ein nachfolgendes Auto rein.

Unten angekommen stellte sich raus, dass ich schon wieder im falschen Parkhaus war, also wieder raus. Dann wurde mir das zu blöd, die Zeit rannte ja natürlich auch und ich wollte den Hund nicht ewig dort lassen. Also parkte ich das Auto direkt vor er Ankunftshalle im Nationalen Flughafen. Vielen werden jetzt aufschreien, oh nein da ist parken verboten, das gibt ein Ticket usw. Ja richtig ich weiß das, es war mir egal. Ich parkte vor einem anderem Auto und rannte wieder rein ins Terminal, Treppe runter ran an den Schalter. Leider teilte ich dem guten Mann mit, er müsse jetzt mitkommen, da es sich an einem ungünstigen Ort befinde.

Letztlich nahm er das Auto entgegen, ob es ein Ticket gab oder nicht weiß ich bisher noch nicht.

Ich schnappte meinen Wagen und rannte wieder quer durch den Flughafen, kurzer Zwischenstopp beim Café und an den Abholpunkt für die Transportbox.

Der Mitarbeiter kam recht schnell, allerdings passten seine Kabelbinder nicht, er machte insgesamt 4 an einander, um die Box zu sichern, naja ich steckte zu seiner Sicherheit die Finger in die Box.

Schon am Flughafen versuchte Luna sich durch die seitlichen Luftschlitze zu beißen, ich hoffte das alles gut geht und die Box hält. Ich habe mich schon übers Flugfeld rennen sehen.

Und nein der Hund war nicht müde vom Sedapet, er war wach und das leider sehr. Ich warnte den Mitarbeiter nochmal davor die Finger nicht in einen Spalt zu stecken und wünschte ihm viel Erfolg.

Schnell machte ich mich durch die letzte Sicherheitskontrolle, denn ich war sage und schreibe ganze 6,5km im Flughafen gelaufen.

Vorm Boarding konnte ich Luna in der Box am Flugzeug beobachten, die Mitarbeiter schauten rein und sprangen dann nach hinten 😊 Naja Luna war halt gut gelaunt 😉

Der Flug verlief ganz schnell und Schwupps waren wir auch schon in Berlin, Passkontrolle ging schnell.

Als erstes kam Lunas Box gesichert mit einem langen Band und silberhaken, ich wollte das Ganze noch ab fummeln aber der Mitarbeiter wollte es nicht zurückhaben. Neugierig wie ich bin fragte ich ihn was das ist, er teilte mir mit das sie an Seilen raustransportiert wurde, da sie versuchte zu beißen. Ja nicht durch die Stäbe fassen, habe ich doch gesagt. Der Hund hat Stress!!

Es dauerte noch eine weitere Stunde bis auch alle Koffer da waren, kontrolliert wurden wir am Ausgang nicht.

So jetzt aber schnell zum Abholpunkt, denn ich muss ja noch zu meinem Auto. Dort angekommen fuhr der Shuttlebus gerade los, ok nicht schlimm ruf ich an.

Hahaha mit erschrecken stellte ich fest, dass ich dieses Papier in Izmir am Flughafen liegen ließ.

Ich rief bei der Firma an und erklärte das ich den Zettel in dem ganzen Irrsinn in Izmir liegen ließ und dementsprechend nicht an die shuttelbus Nummer komme. Er rief seinen Kollegen an und der kam auch recht schnell. Berlin war kalt und nass, Luna fand das Wetter nicht toll und zitterte am ganzen Körper.

Jetzt noch schnell die box und die Koffer ins Auto und ab zum Parkplatz, tja Freitagnachmittag Berufsverkehr war im Gange, ganz toll.

AM Parkplatz angekommen überkam mich die Panik ob ich alles in Auto bekomme, aber dank hin- und her Geschiebe hat auch das funktioniert

Die box war so platziert das Luna mich während der fahrt sehen konnte und nun entspannte sie sich auch endlich, eine Stunde Autofahrt durch Berlin stand uns noch bevor, aber dann war ich endlich zu Hause angekommen.

Rückblick auf meinen Özdere Aufenthalt

Vorne weg kann ich gleich sagen, ja ich habe alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe.

  • Fliesen im Katzenhaus neu verfugt, vorher gründlich gereinigt
  • Metallstreben im Katzenhaus geschliffen und gemalert, zusätzlich die Streben im alten Hühnergehege
  • Alle Tiere in Payamli wurden gegen Tollwut geimpft und haben eine Herzwurmprophylaxe erhalten
  • Alle Tiere in Payamli und auf den Futtertouren von Nilgün und Heider sind gegen innere und äußere Parasiten behandelt
  • Insgesamt wurden während meines Aufenthaltes 62 Tiere (3Hündinnen, 3 Rüden, 37 Katzen und 19 Kater) kastriert, sowie gegen innere und äußere Parasiten behandelt
  • Einer Katze wurde das verletzte Auge herausoperiert, einer Katze wurden die Zähne gereinigt und 2 Stück gezogen, 1 Hund wurde gegen Räude behandelt, drei Hunde wurden geröntgt
  • Ich habe das Tierheim besucht und knapp 20kg Leckerlies verfüttert
  • Das Projekt Buca wurde besucht
  • Aufklärungsarbeit vor Ort wurde geleistet, Kastration Flyer in Türkisch verteilt
  • Unzählige Strassentiere wurden gefüttert
  • Futterspenden wurden am Flughafen abgeholt

Ich möchte mich besonders bei Björn bedanken, der mich vier Tage vor Ort tatkräftig unterstützt hat und natürlich bei Kerstin, die von Deutschland berichtet hat, da häufig die Beiträge nicht geladen werden konnten

Ich habe mich sehr gefreut, unsere Freunde rund um Bucaday kennengelernt zu haben und einen guten Einblick in ihre Arbeit. Wir werden dieses Projekt auch weiterhin unterstützen und hoffen das wir noch weitere Unterstützer finden.

Als Vereinsvorstand habe ich den Anspruch an mich selbst (und es ist auch Pflicht eines Vorstandes) jedes von uns unterstützte Projekt wenigstens einmal im Jahr selbst aufzusuchen und mich von den Gegebenheiten zu überzeugen. Mit ruhigem Gewissen kann ich sagen, dass wir nur Patenschaftsgelder von Tieren erhalten, die wirklich dort leben wo sie sein sollten und somit eine Patenschaft gerechtfertigt ist, es diesen Tieren auch gut geht

Bei unserem Besuch im Tierheim Özdere war ich positiv überrascht, denn es war wie auf meinen Videos zu sehen sauber und sehr übersichtlich, die kranken Tiere waren separiert und wurden behandelt. Es sind ausreichend Futter und Medikamente für die Tiere vorhanden, so dass es da keinen Handlungsbedarf gibt. Natürlich kann man immer etwas verbessern, aber wie heißt es so schön nicht nur reden, sondern selber machen.

Ich bin sehr froh, dass wir einen Teil unserer türkischen Kastrationsflyer verteilen konnten, die Kastrationen gern angenommen werden und man sieht das ein Großteil der Anwohner den Sinn dahinter verstanden hat, generell ist mir sehr positiv aufgefallen, dass sehr viele mittlerweile füttern, natürlich nicht immer das perfekte Futter, aber darum geht es in erster Linie auch nicht.

Die Augeninfektionen am Katzenhaus, sind dank Kastrationen deutlich zurückgegangen.

Unsere Kastrationsspendendosen werden auch trotz Gegenwind stehen bleiben!!

Meine konsequenten Entscheidungen von Mitte des Jahres haben sich als richtige Entscheidung herausgestellt.

Natürlich haben sich viele unschöne Dinge bewahrheitet, daher umso, dass wir uns schon vorher zurückgezogen haben.

Wir werden auch weiterhin alle aktuell unterstützten Projekte betreuen, allerdings keine weiteren aufnehmen. Sollten wir einmal so viele Einnahmen haben, dass ich ohne Probleme alle unsere Rechnungen sofort bezahlen kann und trotzdem noch ein Überschuss vorhanden ist, nehmen wir natürlich ein weiteres Projekt auf.

Ich sage immer bei unseren Projekten ist so viel zu machen, dass wir da alle unsere Energien reinstecken sollten. Unsere finanziellen Möglichkeiten sind beschränkt und daher wollen wir lieber wenigen Projekten gut helfen als vielen nur einen Tropfen auf dem heißen Stein zu ermöglichen.

Ich freue mich euch unsere Arbeit mit meinen Reiseberichten ein wenig näher gebracht zu haben und hoffe das ihr uns auch weiterhin treu bleibt.

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