Özlem´s Türkei Aufenthalt Oktober 2019

Tag 1. Am 18.10.2019 ging es morgens um kurz nach 4Uhr auf Richtung Flughafen Berlin Tegel.

Da ich nicht wusste ob ich mit meinem kompletten Gepäck durchkomme, entschied ich mich kurzerhand dazu erst einzuchecken und dann mein Auto auf den gemieteten Parkplatz zu verbringen.

Eingebucht waren insgesamt 70kg (40kg +30kg Animal Aid), geflogen bin ich mit weitaus mehr Gepäck. Die Transportboxen waren mit Leckerlies und Hundebetten gepolstert, sowie zusätzlich mit Polsterfolie und Stretch Folie gesichert, allein die haben ein Gewicht von 55kg gehabt. Hinzu kam eine Tasche mit 30kg Katzennassfutter, sowie 10kg mit Schleifgerät, Sanierungsmaterial, Leckerlies und knapp 4kg Bekleidung. Natürlich hatte ich noch Handgepäck, dieses war auch gefüllt mit Leckerlies usw. und brachte gute 20kg auf die Waage.

Der Check-In verlief ohne Probleme, die Dame tat mir etwas leid, da sie aufgrund von Krankheit komplett allein den Check-In für zwei verschiedene Maschinen machen musste.

Meinen Parkplatz fand ich Dank Navi auch schnell und der Mitarbeiter parkte mein Auto flink ein, da ich aufgrund der Dunkelheit nichts sehen konnte und die Gefahr einer Beule zu groß war. Genauso schnell war ich auch wieder am Flughafen zurück.

Der Sicherheitsbereich war brechend voll, als ich endlich dran war musste ich wie immer alle technischen Geräte auspacken und zum Drogen- und Sprengstoffabstrich gehen. Es ist mittlerweile für mich zur Routine geworden. Man wünschte mir noch viel Erfolg beim verstauen im Handgepäckfach im Flugzeug 😉 ja ich weiß der Koffer war schwer aber die Maße fürs Handgepäck stimmen und einen Handgepäcksticker hatte ich immerhin auch dran.

Das Boarding verlief ohne Probleme, auch das Verstauen im Handgepäckfach, hatte ich doch heute Morgen schon ganz andere Gewichte gestemmt.

Der Flug verging rasch, diesmal war mir auch nicht kalt im Flugzeug. Pünktlich um 11.00 Uhr landete ich in Izmir. Zu meinem Erstaunen kam meine 55kg Transportboxen nicht im Sperrgepäck an, sondern drehten auf dem Kofferband ihre Runden. Also war alles schnell wieder eingesammelt und weiterging es durch die letzte Kontrolle vor dem Ausgang.

Wieder hoch hieven auf das Band zum Durchleuchten, auf einmal meinte der Gute Herr ob das alles Zigaretten seien :O Wie Zigaretten, dass sind Hundeleckerlies, sein Kollege hinter mir erkannte mich und unser Vereinslogo und erklärte, dass wir Strassentiere kastrieren und das dazu benötigen 😊 Sie halfen mir die Sachen wieder auf die Wagen zu hieven und wünschten mir viel Erfolg.

So wo finde ich nun meinen Leihwagen, das erste Mal, das ich direkt über Sun Express gebucht habe, kurz an der Info gefragt und zu meinem Erstaunen wurde mir mitgeteilt, dass der Schalter sich im Inlandsflughafen befindet. Also mit meinen zwei vollgepackten Wagen einmal quer durch den Flughafen, rein in den Fahrstuhl und runter. Yeah gefunden und nochmal Yeah es konnte jemand deutsch. Der freundliche Mitarbeiter schob meine Wagen zum Auto und musste erstmal die Rückbank entfernen, ja ich brauche keine 7 Sitze, sondern Platz im Kofferraum 😊 Auto war von außen nicht so toll, dafür fuhr es gut. Hupe braucht man in der Türkei nicht zwingend, ging ja eh nicht. Egal auf ging es Richtung Özdere, schnell noch beim Bäcker gehalten und Brot für Özden mitgenommen. Ja sie isst ein besonderes Brot, welches nur ein Bäcker hat. Angekommen in Özdere ging es nicht wie ursprünglich geplant ins Tierheim Özdere, denn die Leckerlies waren ja nun zwischen den Transportboxen verstaut. Also ging ich den Hilferuf, welcher kurz vor meiner Abreise bei 1 Euro für Özdere einging nach. Am Strand vom Paloma Pasha Resort sollte ein weißer Hund liegen, der seit mehreren Tagen nicht aufsteht und auch nicht uriniert?? Aufgrund des Fotos wusste ich wie der Hund aussieht und wo es am Strand ist. Dort angekommen war weit und breit kein Tier zu sehen, also ging es weiter ins Dogan Paradise Beach, um dort die Lage zu checken und zu sehen wie viele Tiere noch kastriert werden müssen und verteilte Futter. Ich unterhielt mich mit Erol, welcher sich freute das die Tiere kastriert werden und es dann hoffentlich ruhiger wieder wird. Weiter ging es zum Dogan Spa auch da zählte ich die zu kastrierenden Tiere und verteilte Futter.

Die Atlas veterinär Klinik, liegt ja quasi um die Ecke und auch da hielt ich, um mein bestelltes Material einzuladen. Leider gab es Lieferschwierigkeiten mit den verschiedenen Kargounternehmen, so dass nicht alles bereits geliefert wurde. Aber das was da war reichte zumindest erstmal, um anzufangen.

Weiter ging es nach Payamli, ich hielt kurz bei unseren ehemaligen Payamli-Hunden und gab ihnen Leckerlies und ein wenig Streicheleinheiten, bevor ich meine Fahrt fortsetzte.

Dann endlich war ich in Payamli angekommen, ich glaube es war bereits nach 18.00 Uhr. Alle freuten sich mich zu sehen, ich begrüßte jedes Tier einzeln bevor ich platz nahm.

Es gab viel zu bereden mit Özden, was die nächsten Tage anging.

So dass an dem Tag nichts weiter mehr passierte, wie auch denn am 19.10.2019 musste ich ja um 6.00 Uhr wieder in Izmir am Flughafen sein 😊 Was ich da am Flughafen gemacht habe erfahrt ihr morgen….

Tag 2

Der zweite Tag begann für mich schon sehr früh, nämlich um 4 Uhr ging mein Wecker. Damit ich durch das Hundegebell beim Verlassen des Geländes niemanden wach mache habe ich das Auto bereits am Vorabend vor das Tor geparkt 😊
Also husch husch durchs Bad und noch nen Kaffee und dann ging es langsam Richtung Flughafen Izmir, die Strecke ist zu dieser Jahreszeit kein Zuckerschlecken, daher wollte ich frühzeitig los um nicht zu spät in Izmir anzukommen.
Wie sollte es auch anders sein, zur Dunkelheit hinzukommend war die Strecke über den Berg mit Nebelbänken und gar nichts mehr sehen übersät. Zeitweise ging nur Schrittgeschwindigkeit und Nebelscheinwerfer und hoffen das es zu keinem Crash kommt.
Pünktlich kam ich am Flughafen an und parkte das Auto und bezog wie besprochen mit Rosa Leuchtkrone und Plakat Stellung am Ausgang in der Halle um Björn in Empfang zu nehmen.
Tja wie sollte es anders sein, die Zeit verging aber kein Björn in Sicht, die Maschine verschwand von der Tafel und so allmählich machte ich mir dann doch Sorgen, also rief ich ihn an. Haha Björn stand draußen und ich drinnen, wir beide hatten scheinbar Tomaten auf den Augen 😊
Ende gut alles Gut.
Da für heute der Besuch bei unseren lieben Freunden von Bucaday anstand fuhren wir in ein kleines Café, um zu frühstücken, denn wir hatten noch gut 1,5 Stunden Zeit.

Wir tauschten uns aus, frühstückten und dann war es auch schon wieder Zeit zum Treffpunkt zu fahren.
Dort angekommen hielten wir Ausschau nach Lütfi, da mein Handy aber absolut nicht mit dem Internet kommunizieren wollte, kam die Nachricht von Lütfi natürlich nicht an.
Lütfi wollte uns mitteilen das es sich etwas verspätete, was nicht schlimm war, da bereits zwei Mitglieder auf uns warteten.
Wir wurden sehr herzlich von Selma und Besim begrüßt und kurz darauf kam auch schon Lütfi und wir fuhren zur ersten Futterstelle.
Wir haben uns mehrere Futterstellen und auch die „Küche“ wo das Futter zubereitet wird angesehen und sehr viel über das Projekt erfahren.

Ich stelle euch das Projekt separat an anderer Stelle vor 😊 An dieser Stelle sei schon mal gesagt, wir haben tolle Leute kennengelernt die uns ihr Herzensprojekt vorstellten.
Leider waren auch wir vom Thomas Cook Insolvenzfall betroffen und somit fehlten uns 150kg Futterspenden, die zum Teil an Bucaday gehen sollten.
Ich entschloss mich also kurzer Hand Geld für 12,5 Säcke Hundefutter, also 650TL (102.30€) bereitzustellen, was bei der Vielzahl an Hunden ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.
Wir aßen noch gemeinsam Mittag und auch Nuran kam hinzu und erzählte wie es für die Zukunft mit Bucaday aussehen soll.

Wir drücken ganz doll die Daumen das alles so klappt.
Zum Abschluss schauten wir noch beim Rehabilitationszentrum von Buca vorbei. Ich war sehr begeistert, denn es ist eine sehr gepflegte Anlage, mit aussemliegendem Agiliy Platz und innen separiert die Welpen Gehege, Gehege für behinderte Katzen und Zwinger für sogenannte Listenhunde.

Auf unseren Rückweg mussten wir kurz vor Gümüldür eine Vollbremsung hinlegen, wir hatten nur 50km/h drauf, wären wir schneller gewesen hätten wir die Kollision nicht mehr verhindern können. Ein Lastwagen gefühlt mit Schutt war der Meinung in unseren Sicherungsbereich auf die Straße einzubiegen, wie eine Schnecke aber dafür Tonnen schwer.
Was soll ich sagen es war unser Schicksal, denn durch dieses Bremsmanöver sahen wir im Augenwinkel etwas im Straßengraben liegen, da der Schreck uns in den Knochen saß hielten wir an der Seite an und schauten genau nach. Eigentlich wollten wir nur schauen ob dieses kleine Etwas verletzt ist und wollten Futter hinterlegen, aber es kam alles anders. Das kleine Bündel Elend war stark räudig, bis auf die Knochen abgemagert aber so liebenswert <3.
Wir überlegten nicht lange, die mitgebrachte Box wurde zusammengebaut und das kleine Ding reingepackt und Pronto zur Atlas Klinik, denn es war schon spät.

Kurz vor Schließung sprangen wir noch schnell mit unserem Findling rein, Birgül untersuchte gründlich und begann mit der Therapie, gleichzeitig betrat auch Hüseyin die Klinik und wie man als Arzt ebenso ist untersucht man halt einfach auch noch mal 😉 Die Mitarbeiterin (bitte verzeihe mir das ich deinen Namen immer vergesse, sie ist eine ganz liebe 🙂 )der Klinik säuberte den Kopfbereich unserer kleinen Hündin, die auf ca. 7-8 Monate geschätzt wird und wir besprachen was wir mit der Maus machen.
Payamli war eigentlich voll und wegen der Ansteckung muss sie in ein Einzelgehege, aber zurück auf die Straße in dem Zustand nee das können wir nicht machen.
Wir riefen Özden an, ich schilderte ihr die Situation und wir klärten noch am Telefon wie wir es am besten machen können.
Letztlich durfte unsere kleine Maus mit nach Payamli <3

Also wieder rein ins Auto und los geht´s, eigentlich wäre jetzt die Chance mal Geruchsinternet anzubieten, denn mein Auto hat gestunken, dann die Temperaturen dazu, selbst mit geöffneten Fenstern war es kaum aushaltbar.

In Payamli angekommen, mussten wir erstmal das Gehege wo die kleine Hündin reinsollte räumen, hmm, aber da war Finn drin.

Finn düste durch das große Gehege als gäbe es kein Morgen, wir entschieden ihn erstmal da zu lassen, da Orhan und Willy nachts die einzigen sind die draußen bleiben.

Ayse säuberte das Gehege füllte neues Wasser und Futter ein und rein mit unserem Räude-Mädchen. Hmm Fressen wollte sie nicht wirklich aber saufen und wie.
Das kam uns schon etwas komisch vor, sollte sie versteckt noch einen Diabetes, eine Nierenerkrankung haben oder sind es die Medikamente bzw. der wirkliche Durst?? (wer weiß wann es vor Birgül das letzte Mal etwas gab)
wir entschieden uns das in den nächsten Tagen zu beobachten. Wir machten noch einen Rundgang bei allen Tieren und ließen den Abend mit vielen Eindrücken und Gesprächen ausklingen….

Share Button
33 Total Views 3 Views Today

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.